Blutwerte-Lexikon

Die wichtigsten Blutwerte aus dem Blog nach Thema gruppiert, mit Link zum passenden Artikel.

Blutbild
Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Die Zellen, die den Sauerstoff durch den Körper transportieren. Teil des kleinen Blutbildes.
Hämoglobin (Hb)
Der rote Blutfarbstoff in den Erythrozyten, an den sich der Sauerstoff bindet. Sinkt bei einem Eisenmangel erst spät, wenn daraus bereits eine Blutarmut geworden ist.
Hämatokrit
Der Anteil der festen Zellbestandteile am gesamten Blutvolumen, angegeben in Prozent.
MCV (mittleres Erythrozytenvolumen)
Wie groß die roten Blutkörperchen im Schnitt sind. Einer der drei Erythrozyten-Indizes, die einen ersten Hinweis auf die Art eines Mangels geben können.
MCH (mittlerer Hämoglobingehalt)
Wie viel Hämoglobin ein einzelnes rotes Blutkörperchen im Schnitt enthält.
MCHC (mittlere Hämoglobinkonzentration)
Wie hoch die Hämoglobinkonzentration in den roten Blutkörperchen ist, bezogen auf ihr Volumen.
Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
Die Zellen der Immunabwehr. Im kleinen Blutbild stehen sie nur als eine Gesamtzahl.
Thrombozyten (Blutplättchen)
Zuständig für die Blutgerinnung. Ebenfalls Teil des kleinen Blutbildes.
Differentialblutbild
Die Aufschlüsselung der Leukozyten in ihre Untergruppen (neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten). Genau dieser Teil unterscheidet das große vom kleinen Blutbild.
Schilddrüsenwerte
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)
Kein Schilddrüsenhormon selbst, sondern das Steuersignal aus der Hypophyse, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion anregt.
fT4 (freies Thyroxin)
Das Hauptspeicherhormon der Schilddrüse.
fT3 (freies Trijodthyronin)
Die biologisch aktivere Form des Schilddrüsenhormons, entsteht im Körper teils durch Umwandlung aus fT4.
rT3 (reverse T3)
Eine inaktive „Bremsvariante" von T3, kein Standardwert, wird nur bei speziellem Verdacht zusätzlich bestimmt.
Vitamin D
Vitamin D (Sammelbegriff)
Steht so auf einem Laborbefund, gemeint ist damit in aller Regel Calcidiol (siehe unten), nicht Calcitriol.
Calcidiol (25(OH)D)
Die Speicherform von Vitamin D im Blut. Zeigt deinen Versorgungszustand der letzten Wochen und ist der in Leitlinien anerkannte Standardwert bei einem Bluttest.
Calcitriol (1,25(OH)₂D)
Die eigentlich aktive Hormonform von Vitamin D. Entsteht erst in der Niere aus Calcidiol und wird vom Körper eng reguliert, weshalb sie über einen Mangel wenig aussagt.
D-Ratio
Das Verhältnis von Calcitriol zu Calcidiol. Kein Standardwert für alle, aber in Ausnahmefällen relevant, etwa wenn eine Nahrungsergänzung nicht wie erwartet wirkt.
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Index
Der Anteil der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA an allen Fettsäuren in der Membran der roten Blutkörperchen, in Prozent. Ein Langzeitmarker für die Versorgung der letzten Wochen bis Monate, häufig genannter Zielbereich 8 bis 11 Prozent.
EPA (Eicosapentaensäure)
Langkettige marine Omega-3-Fettsäure, an der Regulation von Entzündungsprozessen beteiligt. Kommt vor allem in fettem Seefisch und in Mikroalgen vor.
DHA (Docosahexaensäure)
Langkettige marine Omega-3-Fettsäure, Baustein von Nervenzellen und Netzhaut. Ebenfalls hauptsächlich aus Fisch oder Algenöl.
ALA (Alpha-Linolensäure)
Die pflanzliche Omega-3-Fettsäure aus Lein-, Raps- und Walnussöl. Der Körper wandelt sie nur zu einem kleinen Teil in EPA und DHA um, weshalb sie den Omega-3-Index kaum hebt.