Blutbild
- Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
- Die Zellen, die den Sauerstoff durch den Körper transportieren. Teil des kleinen Blutbildes.
- Hämoglobin (Hb)
- Der rote Blutfarbstoff in den Erythrozyten, an den sich der Sauerstoff bindet. Sinkt bei einem Eisenmangel erst spät, wenn daraus bereits eine Blutarmut geworden ist.
- Hämatokrit
- Der Anteil der festen Zellbestandteile am gesamten Blutvolumen, angegeben in Prozent.
- MCV (mittleres Erythrozytenvolumen)
- Wie groß die roten Blutkörperchen im Schnitt sind. Einer der drei Erythrozyten-Indizes, die einen ersten Hinweis auf die Art eines Mangels geben können.
- MCH (mittlerer Hämoglobingehalt)
- Wie viel Hämoglobin ein einzelnes rotes Blutkörperchen im Schnitt enthält.
- MCHC (mittlere Hämoglobinkonzentration)
- Wie hoch die Hämoglobinkonzentration in den roten Blutkörperchen ist, bezogen auf ihr Volumen.
- Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
- Die Zellen der Immunabwehr. Im kleinen Blutbild stehen sie nur als eine Gesamtzahl.
- Thrombozyten (Blutplättchen)
- Zuständig für die Blutgerinnung. Ebenfalls Teil des kleinen Blutbildes.
- Differentialblutbild
- Die Aufschlüsselung der Leukozyten in ihre Untergruppen (neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten). Genau dieser Teil unterscheidet das große vom kleinen Blutbild.
Schilddrüsenwerte
- TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)
- Kein Schilddrüsenhormon selbst, sondern das Steuersignal aus der Hypophyse, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion anregt.
- fT4 (freies Thyroxin)
- Das Hauptspeicherhormon der Schilddrüse.
- fT3 (freies Trijodthyronin)
- Die biologisch aktivere Form des Schilddrüsenhormons, entsteht im Körper teils durch Umwandlung aus fT4.
- rT3 (reverse T3)
- Eine inaktive „Bremsvariante" von T3, kein Standardwert, wird nur bei speziellem Verdacht zusätzlich bestimmt.
Vitamin D
- Vitamin D (Sammelbegriff)
- Steht so auf einem Laborbefund, gemeint ist damit in aller Regel Calcidiol (siehe unten), nicht Calcitriol.
- Calcidiol (25(OH)D)
- Die Speicherform von Vitamin D im Blut. Zeigt deinen Versorgungszustand der letzten Wochen und ist der in Leitlinien anerkannte Standardwert bei einem Bluttest.
- Calcitriol (1,25(OH)₂D)
- Die eigentlich aktive Hormonform von Vitamin D. Entsteht erst in der Niere aus Calcidiol und wird vom Körper eng reguliert, weshalb sie über einen Mangel wenig aussagt.
- D-Ratio
- Das Verhältnis von Calcitriol zu Calcidiol. Kein Standardwert für alle, aber in Ausnahmefällen relevant, etwa wenn eine Nahrungsergänzung nicht wie erwartet wirkt.
Omega-3-Fettsäuren
- Omega-3-Index
- Der Anteil der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA an allen Fettsäuren in der Membran der roten Blutkörperchen, in Prozent. Ein Langzeitmarker für die Versorgung der letzten Wochen bis Monate, häufig genannter Zielbereich 8 bis 11 Prozent.
- EPA (Eicosapentaensäure)
- Langkettige marine Omega-3-Fettsäure, an der Regulation von Entzündungsprozessen beteiligt. Kommt vor allem in fettem Seefisch und in Mikroalgen vor.
- DHA (Docosahexaensäure)
- Langkettige marine Omega-3-Fettsäure, Baustein von Nervenzellen und Netzhaut. Ebenfalls hauptsächlich aus Fisch oder Algenöl.
- ALA (Alpha-Linolensäure)
- Die pflanzliche Omega-3-Fettsäure aus Lein-, Raps- und Walnussöl. Der Körper wandelt sie nur zu einem kleinen Teil in EPA und DHA um, weshalb sie den Omega-3-Index kaum hebt.